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Informationsdienst
Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
e.V., 07.05.2004
Empfehlungen
zur Hormontherapie aktualisiert und bestätigt
Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe
DGGG hat ein Expertengremium die Empfehlungen zur Anwendung
der Hormontherapie HT für Ärzte und Patientinnen
aktualisiert.
Prof.
Dr. Klaus Diedrich, Präsident der DGGG, bestätigte
im Ergebnis die Kernaussagen der Empfehlungen von Februar
2003: "Die Hormontherapie soll bei vorhandener Indikation,
z. B. bei starken Wechseljahrsbeschwerden zur Anwendung kommen.
Sie sollte aber nur so lange wie erforderlich eingesetzt -
und regelmäßig überprüft werden."
Nach
der Veröffentlichung von neuen Studienergebnissen (u.a.
One Million Women Study, und Östrogenarm der WHI Studie)
hatte Klaus Diedrich wieder Prof. Olaf Ortmann, Direktor der
Universitätsfrauenklinik Regensburg, mit der Federführung
bei der Überarbeitung der Empfehlungen beauftragt.
Ortmann: "Unser Ziel ist es, Ärzte und Patientinnen
sachlich entsprechend der Datenlage zur Hormontherapie zu
informieren, damit Nutzen und Risiko einer HT sorgfältig
abgewogen werden können."
Die Experten kommen zu dem Ergebnis: Die Studien bestätigen
die hohe
Wirksamkeit der HT bei Wechseljahrsbeschwerden wie Schweißausbrüchen,
Hitzewallungen oder Urogenitalatrophie. Sie hat eine vorbeugende
Wirkung auf die Osteoporose. Aber die Einnahme von Hormonen
hat auch Risiken: Beispielsweise treten Thrombosen, Schlaganfälle,
Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen und Brustkrebs häufiger
bei Frauen auf, die Hormone einnehmen.
"Die Empfehlungen ergeben sich aus der Einschätzung
des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstands durch die
Mitglieder des Konsensuskomitees. Basierend auf neuen Erkenntnissen
werden sie regelmäßig aktualisiert," so Ortmann
abschließend.
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